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Ausführliches Tagungsprogramm
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Kurzfassung der Sektionsexposés
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Anmeldungen bitte an den
Deutschen Germanistenverband - Prof. Dr. Hartmut Kugler
Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Germanistik,
Bismarckstr. 1, D-91054 Erlangen
Tel./Fax : 09131/85-22186, E-Mail: buero@germanistenverband.de
Hinweise
zur Anerkennung
als Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen/Lehrer und Referendarinnnen/Referendare
Sektionen
1 Stil(-übungen): Identifikation, Distanzierung, Repräsentation
Bei aller historischer Distanz und funktionalen Differenz markiert Stil immer
eine Schnittfläche zwischen Gesellschaft und Literatur, wobei Ästhetisches
und Soziales untrennbar miteinander verbunden sind. Gefragt ist nach den
diskursiven (und nicht-diskursiven) Elementen, durch deren artifizielle Verdichtung
auf unterschiedlichen Ebenen und zum Teil auf hochkomplexe Weise Kontingenzen
bewältigt, Identitäten hergestellt und soziale Orientierungen geleistet
werden.
Vorträge
und Vortragende
2 Entnationalisierung I: Wissenschaftsgeschichtliche Rekonstruktion und interdisziplinäre
Orientierung
Es geht um die Frage, inwieweit und auf welchen Ebenen eine im Zeichen der
Entnationalisierung betriebene Modernisierung der Germanistik ihre interdisziplinäre
Vernetzung ermöglicht hat. Zu klären ist, auf welche Weise die
Bereiche Neuere deutsche Literatur, Mediävistik und Linguistik noch
integrierbar sind, wenn das 'Deutsche' diese Funktion nicht mehr haben kann.
Vorträge
und Vortragende
3 Entnationalisierung II: Deutsch im Netz der europäischen Mehrsprachigkeit
Im "Europäischen Jahr des Sprachenlernens 2001" (Europarat) erhalten
wichtige Fachprobleme ihren internationalen Resonanzraum: Profile von Deutschstudium,
German Studies, Etudes germaniques etc.; Gegenwart und Zukunft von Deutsch
als Wissenschafts- und als Verkehrssprache, der deutschsprachige Anteil an
der Herausbildung einer "kulturellen Identität" Europas in Geschichte
und Gegenwart.
Vorträge
und Vortragende
4 Virtualisierung I: Von der Gutenberg-Galaxis ins WorldWideWeb
Wie verändern sich Sprache und Literatur mit den neuen Medien, speziell
mit den neuen Computermedien? Hypertexte, Verhältnis zu Printmedien,
Bild-Sprache-Ton-Bezüge, historische Dimension.
Vorträge
und Vortragende
5 Virtualisierung II: Computereinsatz in Forschung, Lehre, Unterricht
Elektronisch gespeicherte Texte, Wörterbücher, Lexika, Bibliotheken,
Handschriften, Bilddateien, Lehr- und Lernsoftware: Welche neuen Wissenschaftsformen,
Fragestellungen, Interpretationsmuster und Erkenntnisziele werden durch die
EDV ermöglicht?
Vorträge
und Vortragende
6 Innovation und Fortschritt in der Literatur- und Sprachwissenschaft
Gesucht wird nach einer Explikation der Begriffe von "Innovation" und "Fortschritt",
wobei zugleich nach den Kriterien zu fragen ist, mit denen in der Literatur-
und Sprachwissenschaft förderungswürdige Projekte erkannt und ausgezeichnet
werden.
Vorträge
und Vortragende
7 Prozeß- versus Produktorientierung
In vielen Forschungsdisziplinen und Lernbereichen werden nicht mehr ausschließlich
Produkte, sondern zunehmend auch Entwicklungs-, Bearbeitungs- und Überarbeitungsprozesse
fokussiert. Inwiefern sind solche Entwicklungen weiterzuführen und zu
vernetzen?
Vorträge
und Vortragende
8 Studentische Sektion: Vernetzte Technik, aber kein vernetztes Denken?
Vernetzungstechniken können nicht wirksam werden ohne eine Vernetzung auch des Denkens. Was heißt es aber, "Inter" und "Netz" als Möglichkeiten des Denkens und Handelns zu verstehen? Was kommt davon im universitären Alltag bereits zum Tragen? Hier ist konkret das alltägliche Nebeneinander von Theater- und Medienwissenschaft und Literaturwissenschaft gemeint, aber auch das politische und kulturelle Engagement der Studenten außerhalb der Seminarpraxis. Dem wird aus studentischer Sicht unter vier verschiedenen Aspekten nachgegangen.
Letzte Aktualisierung 17.8.2001 (Dimpel)