Ausführliche Erläuterungen der Sektionsprogramme

www.germanistik2001.de - Deutscher Germanistentag 2001

am 30. September – 3. Oktober in Erlangen


Ausführliche Sektionsexposés als PDF-Datei (enthät den Text dieser Seite)

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1. Stil(-übungen): Identifikation, Distanzierung, Repräsentation
2. Entnationalisierung I: Wissenschaftsgeschichtliche Rekonstruktion und interdisziplinäre Orientierung
3. Entnationalisierung II: Deutsch im Netz der europäischen Mehrsprachigkeit
4. Virtualisierung I: Von der Gutenberg-Galaxis ins WorldWideWeb
5. Virtualisierung II: Computereinsatz in Forschung, Lehre, Unterricht
6. Innovation und Fortschritt in der Literatur- und Sprachwissenschaft
7. Prozess versus Produkt
8. Studentische Sektion
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1 Stil(übungen): Identifikation, Distanzierung, Repräsentation

„Zum Grundcharakter des Gesellschaftsethos gehört (...) die Sehnsucht nach den Masken“. (H.Plessner)
Ein traditionsreicher Wissenschaftsverband beläßt seine Tagung im Jahre 2001 titellos und nennt statt dessen mit selbstironischer Geste eine Web-Adresse. Das ‘Eigentliche’ verbirgt sich hinter der Maske des Zeitgeistes. In dieser Geste heben sich Identifikation, Distanzierung und Repräsentation auf, die doch zugleich einander bedingen. Die Leerstelle (ohne Titel) vermeldet Ungewissenheiten, Übergänge, Offenheit und Hoffnung auf eine prozessuale disziplinäre Kommunikation. Eine Stilübung kündet unübersehbar einen Stilwandel (in) der Darstellung einer Wissenschaft an.
Das ist nicht zufällig, denn (Lebens-)Stile - „beobachtbare (Selbst-) Repräsentationen von Personen, Gruppen und Gesellschaften“ - haben sich in unserer von Visibilität geprägten Gesellschaft als dynamische Momente sozialen und kulturellen Wandels erwiesen. Eine derart umfassende Definition des Gegenstands hat sich vom ursprünglichen rhetorischen Kontext weit entfernt. Bei aller historischen Distanz und funktionalen Differenz markierte Stil immer schon eine Schnittfläche zwischen Gesellschaft und Literatur: als ein Phänomen, das Ästhetisches und Soziales untrennbar verbindet. Das ist in der Rhetorik, die einen ‘hohen’ von einem ‘niederen’ Stil unterscheidet, nicht anders als bei den ästhetischen Manifestationen von Jugendkulturen oder -sprachen.
Unter der Prämisse eines ‘weichen’, kulturwissenschaftlich und -soziologisch erweiterten Stilbegriffs, der die „einheitsstiftende Präsentation“ des ‘Stils’ umfaßt und ihn als „Ergebnis gezielter Handlungen in Richtung auf eine ‘kulturelle Überhöhung’ des Alltäglichen“ (Soeffner) betrachtet, lassen sich sektorale Problemstellungen aus den unterschiedlichen germanistischen Fachgebieten (Mediävistik, Linguistik, Literaturwissenschaft, Didaktik, Medienwissenschaft) zu einer grundsätzlicheren Leitfrage verbinden. Es geht um jene diskursiven (und nicht-diskursiven) Elemente, durch deren artifizielle (d.h. regelhafte oder regelwidrige) Verdichtung auf unterschiedlichen Ebenen (Einzelwerk über Gattungen und Epochen bis zu Individuen und sozialen Gruppen) auf hoch komplexe Weise (historische) Kontingenzen bewältigt, Identitäten hergestellt und soziale Orientierungen geleistet werden. Dazu gehören auch die EDV-bedingten Gebote und Angebote des ‚Styling’ (Stylesheet etc.).
Erwünscht ist ein breites thematisches Spektrum.
Für die mittelalterliche Literatur und Sprache - bis hin zur Frühen Neuzeit - ließe sich nach dem Verhältnis von Habitualisierung und Stil (Körperinszenierungen, Zeichenordnungen, narrative und szenische Strategien) ebenso fragen wie nach der Rolle des Stils im Kontext von Mündlichkeit und Schriftlichkeit.
Auf dem Feld der Rhetorik wäre das Verhältnis von hierarchischer Stillehre und ständischen Identitäten (bis ins 18. Jahrhundert) von Interesse.
Vom 18. Jahrhundert bis zur frühen Moderne rücken Stil und Ausdrucksästhetik in einen engen Zusammenhang. Es wäre zu untersuchen, auf welche Weise Stil soziale Identität ausbilden und dichterische Singularität markieren hilft.
Von aktuellem Interesse ist der performative Stil in der ‘Postmoderne’, das ästhetische Spiel mit der Differenz ebenso wie die Historisierung von ‘Stilen’ und der ironische Umgang mit ihnen. In diesen Zusammenhang gehören auch neuere didaktische Überlegungen zum Literaturunterricht.
Die linguistischen Dimensionen sind vielfältig. Sie reichen von der Erforschung von Kommunikationsstilen bis zum Verhältnis von Jugendsprache und Lebenstil.
In der interkulturellen Germanistik ist die Visibilität des Fremden ein zentrales Thema. Die andere Kultur (Literatur) könnte im Sinne der Leitfrage als Lebensstil oder als Aneignung und Transformationen von Stilen (Kanak-Sprak z.B. definiert sich als urbaner Stil) erforscht werden.

Leitung:
Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal (Duisburg)
PD Dr. Ute v. Bloh (München)
Prof. Dr. Eva Neuland (Wuppertal)
Fritz Tangermann (Berlin)

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2 Entnationalisierung I: Wissenschaftsgeschichtliche Rekonstruktion und interdisziplinäre Orientierung

"Ist die Germanistik eine deutsche Wissenschaft?" - Wer kennt sie nicht, die seit dem Münchner Germanistentag von 1966 wiederholt gestellte Frage? Sie hat das Bemühen um die Erforschung der Fachgeschichte in Gang gesetzt und spielte bei der Modernisierung der Disziplin eine entscheidende Rolle. Bei dieser grundsätzlichen Neuorientierung ging es um den überfälligen Bruch mit einer Fachtradition, die in der Verklammerung von Nationalphilologie und Nationalpädagogik das disziplinäre Profil der Germanistik bestimmt hatte.
In dieser Sektion soll gefragt werden, inwieweit und auf welchen Ebenen eine unter diesen Voraussetzungen vollzogene Modernisierung im Fach zur Entnationalisierung und interdisziplinären Vernetzung geführt hat. Welche Konsequenzen hatte sie für die Gegenstandsbereiche und die Formen der Wissenschaftsorganisation? Welche Rolle spielen nationale Wissenschaftskulturen – für die jeweiligen Germanistiken und für den internationalen Austausch? Was heißt es für die Germanistik als Wissenschaft von deutscher Sprache und Literatur, wenn das 'Deutsche' nicht länger die Fächer Neuere Deutsche Literatur, Mediävistik und Linguistik integriert? Fällt die Disziplin auseinander? Welche anderen, welche interdisziplinären Anschlüsse ergeben sich, wenn sich die Germanistik als Medien- oder als Kulturwissenschaft neu zu profilieren sucht? Auf welche Weise kann der Deutschunterricht von diesen neuen Orientierungen profitieren?
Die These von der Germanistik als einer deutschen Wissenschaft ist in den sechziger Jahren unter spezifischen wissenschaftsgeschichtlichen und –politischen Voraussetzungen aufgestellt worden und hat einen darüber vermittelten Traditionszusammenhang des Fachs etabliert, der keineswegs ohne Widerspruch blieb. Insofern ist eine weitere Überprüfung dieser These nach mehr als dreißig Jahren geboten. Welche anderen Traditionen und Konzepte aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert verdeckt diese These?

Leitung:
Dr. Petra Boden (ZfL Berlin)
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt (Gießen)
Dr. Holger Dainat (Magdeburg)
Georg Behütuns (Aschaffenburg)

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3 Entnationalisierung II: Deutsch im Netz der europäischen Mehrsprachigkeit

Das Jahr 2001 ist vom Europarat zum ,,Europäischen Jahr der Sprachen" ausgerufen worden. Es geht um die Sprachen und das Sprachenlernen unter der Perspektive eines mehrsprachigen Europa. Damit steht auch die Disziplin der Germanistik in einem neuen Koordinatensystem und Resonanzraum, in einem komplexen Aufgaben- und Wirkzusammenhang. Deutsche Sprache, Literatur und Kultur sind wissenschaftlich jenseits jeglicher nationaler Borniertheit zu behandeln - und zugleich als historisch-gesellschaftliche Ressource und Praxis zu nutzen und weiter zu entfalten.
Soll nicht tendenziell ein Absinken der Germanistik zum Luxus einer Altphilologie im Konzert der Philologien das politisch(-ökonomische) Ergebnis dieser neuen Konstellation in der Wissenschafts- und Praxislandschaft werden, so sind Gegenstandsverständnis, Theoriebildung und Methodologie auf ihre Tauglichkeit für eine entnationalisierte, historisch-gesellschaftlich verantwortliche Germanistik zu überprüfen.
Abstrakte, formalistische und verdinglichende Auffassungen von alltäglicher, institutioneller oder literarischer Sprache dürften kaum den Herausforderungen gewachsen sein - jedenfalls ließe sich darüber streiten. Geheime oder offene Ethnozentrismen auch in scheinbar ideologiefreien Bereichen wie der Grammatik - man denke an die lateinisch-griechischen Präsuppositionsbestände - dürften gegenüber einer grundsätzlich offenen, auf die Lösungsformen unterschiedlicher Sprachgemeinschaften hin vergleichend angelegten Konzeption im Nachteil sein. Nicht zuletzt bildet die Weitergabe und Diskussion wissenschaftlicher Erkenntnisse angesichts der ausgreifenden (aufs Englische verpflichteten) Monolingualisierung eine unmittelbare Herausforderung an eine Komparatistik der Wissenschaftssprachen.

Die Vielfalt der konkreten sprachlichen Kommunikation und ihrer medialen Bedingungen, die Ausbildung, Veränderung und Neuprägung wie Bewahrung von Sprache mit der Zeit und im Kontakt sind relativ zu den Entwicklungen in anderen Sprachgemeinschaften zu diskutieren. Die Bedingungen der deutschen Sprache und Wissenschaft vom Deutschen innerhalb und außerhalb der Sprachgrenzen, kurz: diejenigen von Inlands- und Auslandsgermanistik/ Études germaniques/ German Studies etc. bilden einen eigenen Gegenstand lohnender Auseinandersetzung - für die wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung ebenso wie für die Perspektiven und Einsichten in die Gegenstände der Disziplin.
All dies hat generationenübergeifend seine Voraussetzungen und Konsequenzen in der schulischen Ausbildung von Sprachvermögen und Sprachbewußtsein, von Erziehung zur Mehrsprachigkeit und Interkulturalität.

Leitung:
Prof. Dr. Angelika Redder (München)
Prof. Dr. Hartmut Kugler (Erlangen)
Prof. Dr. Roland Duhamel (Brüssel)
Dr. Rainer von Kügelgen (Hamburg)

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Virtualisierung I: Von der Gutenberg-Galaxis ins WorldWideWeb

Wie verändern sich Sprache und Literatur mit den neuen Medien, speziell mit den neuen Computermedien? - Die sogenannte „Gutenberg-Galaxis“ hat schon mit den klassischen elektronischen Medien Radio und Fernsehen gewichtige Veränderungen erlebt, die vielleicht am besten mit den beiden Tendenzen zu „sekundärer Oralität“ (Ong) und einem „Primat der Bildkommunikation“ beschrieben sind. Mit dem raschen Siegeszug des PCs ist das gesamte Mediengefüge noch einmal in Bewegung und wird neu arrangiert, zugleich wird die jeweilige Spezifik der einzelnen Medien, Printmedien und elektronischen Medien verschiedener Art, allmählich deutlicher.
In dieser Sektion sollen einige Aspekte der neuen medialen Situation, in der sich Sprache und Literatur bewegen, reflektiert werden, entlang von Fragen wie:


Leitung:
Prof. Dr. Werner Holly (Chemnitz)
Prof. Dr. Hans-Jürgen Bachorski (Potsdam)
Prof. Dr. Ulrich Schmitz (Essen)
Rainer Geerdzen (Heide)

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5 Virtualisierung II: Computereinsatz in Forschung, Lehre, Unterricht

‚Virtuelle Universitäten‘, Lehrerfortbildung per Internet, Schulen ans Netz – die Virtualisierung des Lehrmediums ist bisher vor allem in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern fortgeschritten. Wie und wieweit sich auch in unserem Fach ‚virtuell‘ arbeiten läßt, und wie sinnvoll das sein kann, ist bislang nicht abzuschätzen. Zu erproben und zu erörtern ist, ob sich mit der Virtualisierung Struktur und Substanz des Faches verändern, ob etwa aus der Sprachwissenschaft eine Linguatronik, aus der Literaturwissenschaft eine Literatronik werden kann und soll, sowie welche Möglichkeiten sich für den Deutschunterricht eröffnen und wie sich dadurch die Schule verändert.
Akut bedrängend ist zunächst einmal die Überfülle der Angebote elektronisch gespeicherter Texte, Wörterbücher, Lexika, Bibliotheken, Bilddateien etc., auch Angebote von Lehr- und Lernsoftware zu literatur- und sprachwissenschaftlichen Gegenständen für den Einsatz im Universitäts- wie auch im Schulunterricht.
Die Sektion soll Gelegenheit bieten für Demonstration und Analyse der verheißenen Innovationen. Die elektronische Speicherung verändert zweifellos die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. Wichtiger ist aber, wieweit damit auch neue Fragestellungen, Interpretationsmuster und Erkenntnisziele aufkommen können. Die Qualität des Materialsammelns und der Literaturrecherche wird sich auf vielen Feldern ändern. In einer Kultur des per Internet bereitgestellten Überangebots ist nicht so sehr das Sammeln von Informationen ein Hauptproblem, eher beweist sich die wissenschaftliche Qualität in der intelligenten Reduktion, ist die Fähigkeit des Unterscheidens, des Auswählens und Weglassens gefragt. Die Herstellung tauglicher Suchprogramme erfordert begriffliche Hierarchisierungen, Zu- und Unterordnungen, die in die Kompetenz nicht so sehr der Informatik als vielmehr der Fachwissenschaft gehören. Das Problem der Fachsystematik und der Kanonbildung stellt sich neu.

Das gilt für alle germanistischen Teilgebiete, für die Alt- wie die Neugermanistik, für die Sprachwissenschaft wie die Didaktik wie den Schulunterricht. Zu thematisieren sind unter anderem:


Leitung:
Prof. Dr. Hartmut Kugler (Erlangen)
Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal (Duisburg)
Prof. Dr. Georg Braungart, (Regensburg)
Andreas Borrmann (Rendsburg)

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6 Innovation und Fortschritt in der Literatur- und Sprachwissenschaft

In den meisten Förderprogrammen, in wissenschaftlichen Gutachten oder bei Preisverleihungen ist ganz selbstverständlich von innovativen Leistungen und dem Zuwachs an Wissen die Rede, die ein einzelner oder eine Forschergruppe erbracht haben oder die noch zu erwarten sind. Die Begriffe Innovation und Fortschritt gehören zu unserem alltäglichen Sprachgebrauch. Wo Eigenwerbung im Spiel ist, wird in der Regel nicht darüber nachgedacht, was unter den Begriffen genau zu verstehen ist und was ein finanzierungswürdiges Projekt vor dem anderen auszeichnet.
Woher nehmen wir die Kriterien, um produktive von nichtproduktiven Innovationen oder bloßem ‚Theoriedesign‘ zu unterscheiden? Gibt es institutionelle Strukturen, die einen ‚Innovationsdruck‘ erzeugen? Wie unterscheiden wir Arbeiten, durch die neue Ergebnisse und Erkenntnisse erzielt werden, von einer in der Routineforschung eingetretenen Stagnation oder den Rückschritten, die durch das Vergessen bereits vorhandenen Wissens entstehen? Gibt es Maßstäbe, die uns solchen Unterscheidungen näherbringen? Wie läßt sich für ihre Empfehlung argumentieren und ist es überhaupt wünschenswert, sich über sie zu verständigen?
In diesem Problemfeld scheint sich am ehesten die Wissenschaftstheorie als kompetenter Ratgeber zu empfehlen. Die Metadisziplin hat diese Fragen jedoch vornehmlich am Beispiel der naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen untersucht und ihre Antworten so allgemein konzipiert, daß sie kaum auf die Literatur- und Sprachwissenschaften zu übertragen sind. Die Referenten in der Sektion 6 des Germanistentages sind also auch hier aufgefordert, ‚Neuland‘ zu betreten.

Leitung:
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt (Gießen)
PD Dr. Ute von Bloh (München)
Prof. Dr. Lutz Danneberg (HU Berlin)
Erhard Hönes (Stuttgart)

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Prozess- versus Produktorientierung

Lange Zeit waren sowohl in vielen Forschungsdisziplinen als auch bei der Wissensvermittlung Produkte (Arbeitsergebnisse) im Fokus der Aufmerksamkeit. Zunehmend wird diese Orientierung im Hinblick auf Entwicklungs-, Bearbeitungs- und Verarbeitungsprozesse erweitert. Dies ist in verschiedenen Teilbereichen zu beobachten: Mögliche Diskussionspunkte ergeben sich durch die Fragen: In welchen Bereichen muss eine Prozessperspektive noch entwickelt werden? Inwiefern sind Vernetzungen von Prozessen verschiedener Arbeitsschwerpunkte feststellbar bzw. herauszuarbeiten? Gibt es Zusammenhänge, in denen es sinnvoll ist, sich auf Produkt- oder Prozessbeobachtung zu beschränken? In welchem Zusammenhang stehen Produkt- und Prozessorientierung didaktisch?

Es wäre schön, wenn sich in dieser Sektion „Vortragstandems“ aus Hochschule und Schule zu einzelnen Themenbereichen ergeben würden. Eine solche Struktur hat sich auf Fachkonferenzen bewährt und für beide Seiten als fruchtbar herausgestellt.

Leitung:
Dr. Anne Berkemeier (Wuppertal)
Prof. Dr. Werner Holly (Chemnitz)
Prof. Dr. Bettina Hurrelmann (Köln)
Almut Hoppe (Kronshagen)

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Studentische Sektion

Studienrealität und Berufserwartung von Germanisten in Zeiten des Internet.

Die ‚digitale Zukunft’ wird bisher von den technischen Fächern, von der Mathematik, der Informatik definiert und ausgestaltet. Philologen, Literatur- und Sprachwissenschaftler, die sich auf EDV-Projekte einlassen, sind da oft nur als nachgeordnete ‚Hilfskräfte’ in den übergeordneten technikwissenschaftlichen Zusammenhängen gefragt. Auf mittlere Sicht sollte diese Ausrichtung eigentlich (auch) umkehrbar sein. Wie dies gelingen kann, soll hier diskutiert werden. Den meisten Studierenden der Germanistik sind ästhetische Probleme wichtiger als technische, die Priorität soll erhalten bleiben – bei Ausnutzung aller Chancen, die die neuen technischen Möglichkeiten als Hilfsmittel anbieten.

Ansprechpartner:
Britta Steinhauer stud. phil. (Erlangen)
 

Anmeldung bitte an den


Deutschen Germanistenverband
Prof. Dr. Hartmut Kugler
Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Germanistik
Bismarckstr. 1, D-91054 Erlangen
Tel./Fax : 09131/85-22418, -22186
E-Mail: buero@germanistenverband.de

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Letzte Aktualisierung 14.2.2000 (Dimpel)